Preisinformationen

Mit unseren Tarifen garantieren wir Ihnen einen festen Strompreis für mindestens 1 Jahr.

Von dieser Preisgarantie ausgenommen sind folgende Preisbestandteile:

Konzessionsabgaben

Unter Konzessionsabgaben versteht man bestimmte Entgelte, welche Energieversorgungsunternehmen an die Gemeinden zu entrichten haben. Dazu zählen die Nutzung öffentlicher Verkehrswege sowie die Verlegung und der Betrieb von Leitungen, die der unmittelbaren Versorgung von Letztverbrauchern im Gemeindegebiet dienen. Rechtsgrundlage ist dabei die Konzessionsabgabenverordnung, kurz KAV. Die Höhe der abzuführenden Beträge richtet sich dabei nach der Einwohnergröße der betreffenden Gemeinde. Derzeit beträgt die Konzessionsabgabe bei Strom, der nicht als Schwachlaststrom geliefert wird,  höchstens je nach Gemeindegröße
bis 25.000 Einwohner 1,32 Cent je Kilowattstunde,
bis 100.000 Einwohner 1,59 Cent pro Kilowattstunde,
bis 500.000 Einwohner 1,99 Cent pro Kilowattstunde
sowie über 500.000 Einwohner 2,39 Cent pro Kilowattstunde.

Stromsteuer

Im Zuge des Einstiegs in die ökologische Steuerreform wurde die Stromsteuer am 01. April 1999 in Deutschland eingeführt und besteuert den Verbrauch von elektrischem Strom innerhalb des deutschen Steuergebiets. Die Stromsteuer ist eine durch das Stromsteuergesetz (StromStG) geregelte Verbrauchsteuer und wird derzeit mit 2,05 Cent je Kilowattstunde an den Bund abgeführt. Gemäß dem Stromsteuergesetz ist in dem Arbeitspreis für eine Kilowattstunde Strom die Stromsteuer enthalten.

Umsatzsteuer

Die Umsatzsteuer, auch Mehrwertsteuer genannt, ist eine allgemeine Verbrauchsteuer, mit der grundsätzlich die vom Endverbraucher erworbenen Güter und in Anspruch genommene Dienstleistungen belastet werden. Seit dem 01. Januar 2007 beträgt der Regelsatz in Deutschland 19 Prozent.

EEG-Umlage

Mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz, kurz EEG, wird die vorrangige Abnahme, Übertragung und Vergütung von Strom aus erneuerbaren Energien geregelt. Ziel des EEG ist es, den Anteil erneuerbarer Energien in der Strom- und Wärmeerzeugung in Deutschland zu erhöhen. Stromversorgungsunternehmen sind daher verpflichtet eine EEG-Umlage an die Übertragungsnetzbetreiber zu entrichten. Für das Kalenderjahr 2016 betrug die EEG-Umlage 6,354 Cent je Kilowattstunde. Für das Kalenderjahr 2017 beträgt die EEG-Umlage 6,880 Cent je Kilowattstunde.

KWK-Umlage

Das im Jahr 2000 auf den Weg gebrachte Gesetz für Einhaltung, Modernisierung und Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung, kurz KWKG genannt, dient der Förderung und Unterstützung von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen. Unter Kraft-Wärme-Kopplung versteht man die Umwandlung eines Energieträgers sowohl in elektrische als auch thermische Energie. KWK wird in modernen Kraftwerken genutzt. Auf Kosten der gewinnbaren elektrischen Energie wird hierbei ein Teil der erzeugten Wärmeenergie direkt für Heizungszwecke oder für die chemische Industrie ausgekoppelt. Durch die Anwendung von KWK können heutige Kraftwerksanlagen ihren Wirkungsgrad von etwa 40 Prozent auf bis zu 85 Prozent steigern. Die vom Netzbetreiber erhobene KWK-Umlage betrug für das Jahr 2012 0,002 Cent pro Kilowattstunde für Strommengen bis 100.000 Kilowattstunden pro Jahr und Lieferstelle. Für das Kalenderjahr 2017 beträgt die Umlage 0,438 Cent je Kilowattstunde.

StromNEV-Umlage

Die Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV) bezeichnet die seit dem Jahr 2005 in Deutschland geltende Verordnung über die Entgelte für den Zugang zu Elektrizitätsversorgungsnetzen. Die von den Netzbetreibern erhobene StromNEV-Umlage fällt für die Netznutzung zur Belieferung von Letztverbrauchern mit Strom an und beträgt für das Kalenderjahr 2017 0,388 Cent je Kilowattstunde.

Offshore-Haftungsumlage nach § 17 f EnWG-Novelle

Nach einem Beschluss des Bundestages wird die Offshore-Haftungsumlage im Rahmen der Netznutzung zum 01.01.2013 in Kraft treten. Demnach ist eine Haftung der anbindungspflichtigen Übertragungsnetzbetreiber vorgesehen, wenn Offshore-Anlagen nicht rechtzeitig an das Netz angeschlossen werden können. In diesem Fall bekommen die Betreiber betriebsbereiter Offshore-Anlagen einen Entschädigungsanspruch gegen den jeweiligen Übertragungsnetzbetreiber. Diese wiederum werden im Gegenzug berechtigt, die Kosten über einen Aufschlag auf die Netzentgelte an die Endverbraucher weiterzugeben (Offshore-Haftungsumlage). Die Höhe der Offshore-Haftungsumlage für das Kalenderjahr 2017 beträgt für den Stromverbrauch bis 1.000.000 Kilowattstunden -0,028 Cent je Kilowattstunde. 

Umlage für abschaltbare Lasten

Der Deutsche Bundestag hat am 13.12.2012 der Verordnung zu abschaltbaren Lasten (AbschaltVO) zugestimmt, welche die Versorgungssicherheit gewährleisten soll. Nach dieser Verordnung sollen bestimmte Großverbraucher, welche ihre Leistungen zur kurzfristigen Abschaltung vorhalten, eine Vergütung von den Übertragungsnetzbetreibern erhalten. Ein Belastungsausgleich gegenüber den Netznutzern erfolgt dabei entsprechend § 9 KWKG gegenüber allen Letztverbrauchern und zwar grundsätzlich ab dem 01.01.2013. Die Höhe der Umlage für abschaltbare Lasten für das Kalenderjahr 2016 betrug 0,000 Cent je Kilowattstunde. Für den Zeitraum ab 01.01.2017 beträgt die Umlage für abschaltbare Lasten 0,006 Cent je Kilowattstunde.

 

Stand: 24.01.2017